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Beide Argumente haben Substanz und erscheinen auf logischer Basis durchaus vertretbar. Es wird aber eine wichtige Tatsache übersehen. Wir haben kein Recht zu töten, es sei denn, wir handeln in Notwehr und auch dann nur, wenn sich keine andere Möglichkeit bietet. Ganz gleichgültig, was uns die Logik sagt: wir haben kein Recht, über Leben oder Tod zu entscheiden. Wir müssen für alles, was uns im Leben geschieht, selbst die Folgen tragen, mag es auch noch so ungerecht erscheinen. Sollte eine Frau schwanger sein und kein Geld haben das Kind zu unterstützen, dann wird das Kind zur wichtigsten Sache in ihrem Leben und sie muß mit aller Kraft um Unterstützung kämpfen.

Auch kann ich mir kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als eine Frau zur Schwangerschaft zu zwingen. Tatsache ist aber, daß das Kind in ihrem Körper wächst und dadurch ( zumindest vorrübergehend ) zu einem untrennbaren Teil ihrer Person wird. Da der Körper auch der Tempel Jesu ist, kann man eine Abtreibung nur als einen Eingriff sehen, der gegen jegliches Naturgesetz verstößt. Die Frau hat demzufolge keine christlich akzpetable Alternative und muß ihr Bestes versuchen, diesem Kind eine gute Mutter zu sein.

Diese Einstellung wird manchem engstirnig erscheinen, und es tut mir leid, daß ich es nicht jedem recht machen kann. Stelle Dir bitte vor, Dein Leben wäre einer rationalen Entscheidung zum Opfer gefallen. Kein unbedingt schönes Gefühl, nicht wahr?


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